Häufige Fragen und Antworten zum Ersatzverkehr bei Korridorsanierungen
In diesem FAQ finden Sie allgemeine Fragen und Antworten zum regionalen Ersatzverkehr bei Korridorsanierungen. Für detaillierte Informationen zu Ihrem Ersatzverkehr informieren Sie sich bitte auf der Übersichtsseite der jeweiligen Korridorsanierung .
Regionsspezifische FAQs
Allgemeine FAQs
Was ist eine Korridorsanierung?
Alle Informationen zu den Korridorsanierungen der DB inklusive einer Übersicht über die geplanten Korridorsanierungen finden Sie hier oder im BauInfoPortal.
Wann ist Ersatzverkehr erforderlich?
Ersatzverkehr kommt dann zum Einsatz, wenn aufgrund von geplanten Maßnahmen weniger oder keine Züge mehr verkehren können. Dabei handelt es sich in der Regel um Baumaßnahmen entlang einer Strecke oder an einer Station.
Wie wird der Ersatzverkehr organisiert?
Das Verkehrskonzept für den Ersatzverkehr (EV) wird in enger Abstimmung zwischen der DB InfraGO, den Aufgabenträgern und den betroffenen Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU) erarbeitet. Die EVU holen Angebote für die Erbringung von EV-Leistungen ein und beauftragen ein Busunternehmen, das die Ersatzverkehre dann fährt. Aufgabenträger für den Schienenpersonennahverkehr ist immer das jeweilige Bundesland. Im Fernverkehr gibt es keine Aufgabenträger, da dieser eigenwirtschaftlich agiert und sich entsprechend über Fahrgeldeinnahmen selbst finanziert.
Wo finde ich die Fahrplandaten eines Ersatzverkehrs?
In den Reiseauskunftskanälen wie zum Beispiel unter bahn.de oder auch in der App DB Navigator sowie in den Apps der regionalen Verkehrsverbünde werden sämtliche Verbindungen des Ersatzverkehrs beauskunftet. An den Haltestellen des Ersatzverkehrs befinden sich zudem die Abfahrtspläne.
Wie finde ich die Haltestellen für einen Ersatzverkehr?
Die Bushaltestellen für den Ersatzverkehr befinden sich in der Regel entweder an den Bahnhöfen oder, um die Fahrzeiten der Busse so gering wie möglich zu halten, zentral in den Kommunen. Sie sind deutlich gekennzeichnet. So führen z. B. Hinweisschilder zur jeweiligen Ersatzhaltestelle. Außerdem befinden sich in den Aushangvitrinen am Bahnsteig Umgebungspläne mit eingezeichneten Fußwegen zwischen Bahnhof und Ersatzhaltestelle.
Wie wird sichergestellt, dass alle Fahrgäste mitgenommen werden und Überfüllung vermieden wird?
Die Fahrplankonzepte für den Ersatzverkehr beruhen auf Erfahrungswerten aus vorherigen Baumaßnahmen. Selbstverständlich wird insbesondere in den ersten Wochen der Sperrung das Nutzungsverhalten der Reisenden genau beobachtet und bewertet. Alle Fahrzeuge sind dafür mit automatischen Fahrgastzähleinrichtungen ausgestattet. Die daraus gewonnen Daten können bei Bedarf durch die Projektpartner:innen genutzt werden, um die aktuelle Verteilung der Buskapazitäten zu bewerten und bei Bedarf anzupassen.
Ist der Weg zwischen Bahnsteig/Bahnhof und Abfahrtsposition der Busse barrierefrei?
Bei der Auswahl der Ersatzverkehrshalte wird großer Wert auf die Barrierefreiheit der Wege und Ersatzhaltestellen gelegt. Dennoch ist es aufgrund der örtlichen Gegebenheiten nicht immer möglich, die Barrierefreiheit vollständig zu gewährleisten. Informationen darüber, ob ein Weg barrierefrei ist oder nicht, werden auf den Umgebungsplänen an Bahnhöfen sowie unter bahnhof.de angezeigt. Dort sind die Wege zu den Ersatzhaltestellen detailliert beschrieben.
Wie erkenne ich die Busse für den Ersatzverkehr?
Alle Busse sind rundherum purpurfarben lackiert und mit „Ersatzverkehr Replacement Service“ beschriftet. Auch das Zeichen für den Ersatzverkehr ist großflächig zu erkennen. Über digitale Anzeigedisplays an der Seite und am Kopf des Busses werden die jeweilige Buslinie und das Ziel dargestellt.
Gibt es Echtzeit-Tracking für den Ersatzverkehr in der App DB Navigator?
Die Busse im Regionalverkehr sind mit GPS-Trackern ausgestattet, diese liefern Positionsdaten, damit Sie im DB Navigator und in weiteren Auskunftssystemen schon vor Fahrtantritt nachschauen können, ob ihr Bus pünktlich ist. Über Monitore im Bus erhalten Sie außerdem Infos zum Streckenverlauf, Anschlussmöglichkeiten und folgende Haltestellen. Darüber hinaus können ab dem Start der Korridorsanierung die Busse des Ersatzverkehrs auf hier auf dieser Webseite auf einer Karte live verfolgt werden.
Werden alle Ersatzverkehrsbusse barrierefrei sein?
Die Ersatzverkehrsbusse im Regionalverkehr werden barrierefrei sein. Die Niederflurbusse sind absenkbar und verfügen über eine Klapprampe. Nach Berücksichtigung der Haltestelleninfrastruktur wird der Busfahrer bzw. die Busfahrerin beim Ein- und Ausstieg unterstützen.
Reisende mit Mobilitätseinschränkungen wenden sich bitte an den Mobilitätsservice der Bahn. Die Mobilitätsservice-Zentrale organisiert alles Notwendige, wenn Unterstützung beim Ein-, Um- oder Aussteigen benötigt wird – zum Beispiel einen Hublift für den Rollstuhl. Sie beantwortet auch Fragen zu geeigneten Zügen, der Barrierefreiheit von Bahnhöfen oder Mindestumsteigezeiten. Informationen finden Sie unter bahn.de/service/individuelle-reise/barrierefrei.
Warten Busse bei Verspätung?
Im Fall von Verspätungen gibt es Konzepte mit vorgegebenen maximalen Wartezeiten, um die Anschlusssicherung gewährleisten zu können. Ob Busse oder Züge bei Verspätung warten, lässt sich allerdings nicht pauschal beantworten.
Wie beim Zugverkehr gibt es für den Busverkehr Leitstellen, die mit den Busunternehmen und den Busfahrerinnen und Busfahrern in Kontakt stehen. Ebenso wie im Zugbetrieb kann es weitere Verzögerungen zur Folge haben, wenn ein Bus auf einen verspäteten Zug wartet. Wartende Züge können je nach Fahrplan der nachfolgenden Züge zu Folgeverspätungen mit großen betrieblichen Auswirkungen führen. Je nachdem wo sie warten und stehen, können die Busse auch den fließenden Verkehr stören.
In einigen Fällen ist es auch nicht nötig, dass ein Bus wartet: Zu Hauptverkehrszeiten gibt es einen dichten Bustakt mit nur kurzen Wartezeiten, sodass Fahrgäste nach nur wenigen Minuten umsteigen können. Die Umsteigezeiten von Bus auf Zug sind so kalkuliert, dass auch bei leichten Verzögerungen ein Umstieg möglich ist. Insbesondere bei der letzten Verbindung des Tages wird jedoch ein besonderes Augenmerk auf den Anschluss gelegt, sodass diese Busse in der Regel warten. Für größere Störungen, wie z.B. bei einem Unfall oder Ausfall der Fahrer, gibt es Notfallkonzepte, die dann in Absprache mit der Leitstelle umgesetzt werden können.
Wird der Ersatzverkehr auf verspätete Anschlusszüge/-busse warten?
Um Verzögerungen auszugleichen, werden zeitliche Puffer im Fahrplan berücksichtigt. Bei längeren Verzögerungen muss jedoch der Folgetakt genutzt werden, weil Anschlussverbindungen nur begrenzt lange warten können.
Können Kinderwagen und Rollstühle im Ersatzverkehr transportiert werden?
Kinderwagen mit Kindern und Reisende im Rollstuhl können selbstverständlich mit den Ersatzverkehrsbussen reisen. In den Gelenkbussen, die im Ersatzverkehr zum Einsatz kommen, gibt es zwei ausgewiesene Flächen mit Einstiegshilfe für Rollstühle und Kinderwagen, in den Solobussen ist dafür eine sogenannte Sondernutzungsfläche ausgewiesen, die ebenfalls über eine Einstiegshilfe erreicht werden kann. Wir empfehlen mobilitätseingeschränkten Personen zusätzlich, sich im Vorfeld bei der Mobilitätsservice-Zentrale (MSZ) anzumelden.
Wo werden Gepäck, Kinderwagen, Rollstühle etc. in den Ersatzbussen transportiert?
In den Gelenkbussen, die im Ersatzverkehr zum Einsatz kommen, gibt es zwei ausgewiesene Flächen mit Einstiegshilfe für Rollstühle und Kinderwagen. In den Solobussen ist dafür eine sogenannte Sondernutzungsfläche ausgewiesen.
Gelten die gleichen Fahrgastrechte wie in den Zügen, insb. was Verspätungen und Erstattungen angeht?
In den Bussen des Ersatzverkehrs gelten dieselben Fahrgastrechte wie in den Zügen, dies betrifft auch Entschädigungen und Erstattungen bei Verspätungen.
Fahren die Busse mit der gleichen Kapazität und Häufigkeit wie die Züge?
Bei jeder Korridorsanierung werden unterschiedliche Lösungen gefunden, um die Mobilität der Region sicherzustellen. Dabei planen wir die Kapazitäten so, dass sie dem erwarteten Reisendenaufkommen gerecht werden. Informieren Sie sich darüber auf der jeweilig zutreffenden Übersichtsseite zur Korridorsanierung.
Ist die Fahrradmitnahme im Ersatzverkehr möglich?
In der Regel ist eine Fahrradmitnahme nicht möglich, da wir möchten, dass möglichst viele Fahrgäste während der Korridorsanierung weiterhin öffentliche Verkehrsmittel nutzen und mit dem Ersatzverkehr zuverlässig und planbar an ihr Ziel kommen. Je nach Korridorsanierung können jedoch Ausnahmeregelungen gelten. Informieren Sie sich dazu auf der Übersichtsseite der zutreffenden Korridorsanierung. Klapp- und Falträder im geschlossenen Zustand gelten als Gepäckstücke und können in der Regel im Ersatzverkehr mit Bussen mitgeführt werden.
Welches Ticket benötige ich?
Für die Fahrt in den Bussen des Ersatzverkehrs wird keine zusätzliche Fahrkarte benötigt. Wie bei jeder Zugfahrt ist vor Fahrtantritt stets eine Fahrkarte für die gewünschte Strecke zu lösen. Diese gilt dann für den Ersatzverkehr statt für den Zug.
Wo erhalte ich eine Fahrkarte, wenn Ersatzverkehr mit Bussen verkehrt?
Sie erhalten Fahrscheine der Deutschen Bahn sowie der Verkehrsverbünde auf bahn.de sowie in der App DB Navigator und den regionalen Apps. Darüber hinaus sind Fahrkarten in DB Reisezentren, DB Agenturen und an Fahrkartenautomaten in den Bahnhöfen erhältlich. Der Kauf von Fahrkarten im Bus ist nicht möglich.
Lässt sich an der Haltestelle für den Ersatzverkehr eine Fahrkarte erwerben?
In den meisten Fällen befinden sich keine Fahrkartenautomaten oder Verkaufsstellen in unmittelbarer Nähe der Haltestelle. Daher sollte der Kauf der Fahrkarte bereits bei der Planung mitbedacht werden. DB-Fahrkarten und Fahrkarten der Verkehrsverbünde können einfach und schnell in der App DB Navigator sowie in den regionalen Apps oder auf bahn.de erworben werden.
Wird es Entschädigungen geben?
Ein leistungsfähiges Verkehrskonzept sorgt dafür, dass Reisende und Güter auch während der Korridorsanierung zuverlässig ans Ziel kommen. Allerdings gibt es veränderte und zum Teil deutlich längere Fahrzeiten. Bei Verspätungen gelten grundsätzlich die Fahrgastrechte. Den Verkehrsverbünden (im Regionalverkehr und z. B. bei S-Bahnen) ist es freigestellt, weitergehende Regelungen zu treffen.
Ich bin mobilitätseingeschränkt und brauche Unterstützung. An wen kann ich mich wenden?
Bitte wenden Sie sich an den Mobilitätsservice der Deutschen Bahn. Die Mobilitätsservice-Zentrale organisiert alles Notwendige, wenn Unterstützung beim Ein-, Um- oder Aussteigen benötigt wird – zum Beispiel einen Hublift für den Rollstuhl. Die Zentrale beantwortet auch Fragen zu geeigneten Zügen, der Barrierefreiheit von Bahnhöfen oder Mindestumsteigezeiten. Informationen finden Sie unter bahn.de/service/individuelle-reise/barrierefrei. Hilfeleistungen können Sie auch online unter msz.bahnhof.de anfragen.